Was ist das Schlimmste, was passieren kann? – mit Felix Blechschmitt (#2)
Shownotes
Mit 18 Jahren sitzt Felix Blechschmitt in seinem FSJ im Rettungswagen. Kurz vor Feierabend kommt ein weiterer Einsatz. Wenig später betreut er eine junge Mutter und ihre Eltern, während wenige Meter entfernt um das Leben eines vier Monate alten Säuglings gekämpft wird. Ein Erlebnis, das bleibt – und aus dem Felix eine Frage mitgenommen hat, die ihn bis heute begleitet: Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Heute ist Felix Unternehmer und Geschäftsführer. Mit HiOrg-Server und Siggionline entwickelt er Software für Menschen, die anderen Menschen helfen. Doch sein Weg dorthin war keineswegs von Anfang an geplant. In dieser NAHAUFNAHME sprechen wir darüber, warum er Verantwortung übernommen hat, bevor er überhaupt die passende Position dafür hatte. Eine spannende Folge nah an der Verantwortung. Jetzt reinhören!
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00:00:01: Erfolg sieht man, Verantwortung spürt man.
00:00:05: Doch was einen Menschen wirklich bewegt zeigt sich erst wenn man genauer hinsieht.
00:00:11: Nahaufnahme wo Verantwortung persönlich wird.
00:00:14: Der Blick hinter die Kulissen.
00:00:15: öffnen wir die Tür.
00:00:17: Die Nahaufname Wo Verantwortung Persönlich wird.
00:00:24: Wer Verantwortung persönlich trägt ist jemand der Geschäftsführer ist, der Gesellschaftler ist.
00:00:31: Der Gründer ist genauso.
00:00:32: ein Typ sitzt jetzt vor mir.
00:00:35: ich freue mich dass er sich die Zeit genommen hat.
00:00:38: Er ist Geschäftsführer eines Unternehmens das eigentlich der Bruder gegründet hat aber er hat auch selbst gegrünt und auch dort die Geschäftsfirung inne.
00:00:45: Ich freu mich dass ihr bei uns ist und wird uns gleich mehr dazu erzählen.
00:00:49: Lieber Felix Blech mit herzlich willkommen.
00:00:52: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:00:54: Danke dass ich dabei sein darf.
00:00:56: Felix.
00:00:58: Wir im Impact Leaders klappt, wir duzen uns ja.
00:01:01: Insofern sollte jetzt da draußen auch niemandem es komisch vorkommen wenn wir uns duzen.
00:01:08: Felix ich würde gerne einsteigen mit kurz gefragt um ein wenig die Stimmung aufzulockern die ohnehin schon locker ist aber dir einfach ein paar kleine Fragen schon mal mitzugeben zum Einstieg nämlich Frühaufsteher oder Nachtäule
00:01:27: Definitiv früh auf Steher.
00:01:30: Bauch oder Kopf?
00:01:33: Beides!
00:01:35: Mehr Bauch als Kopf.
00:01:37: Kaffee oder Wein?
00:01:41: Schwierige Frage, beides aber beides dosiert.
00:01:49: Telefonieren oder schreiben?
00:01:51: Telefoniren.
00:01:53: Homeoffice oder Büro?
00:01:56: Homeoffices.
00:01:58: Risiko oder Sicherheit?
00:02:02: Mehr Risiko als Sicherheit.
00:02:04: Welches Buch hat dich verändert?
00:02:11: Das waren ziemlich viele.
00:02:13: Ich habe eins konkret im Kopf, ich bleibe gerade hängen.
00:02:18: beim Titel muss ich nachliefern.
00:02:22: Inhaltlich ging es um
00:02:25: persönliche Weiterentwicklung.
00:02:28: und woran erinnerst du dich wenn Du an das buch denkst?
00:02:31: also was ist die persönische Weiterentwirkung?
00:02:35: Das erste was mir einfällt ist denke win-win.
00:02:40: Sehr gut!
00:02:41: Also in Interessen denken
00:02:43: ja
00:02:44: sehr gut.
00:02:46: Ein Thema, was im Verhandlungsmanagement immer wieder gelehrt wird.
00:02:50: Ich darf ein solches Modul auch lehren an einer Hochschule in Verhandlungsmenagement, nämlich das Harvard-Konzept.
00:02:57: Dort geht es um Interessensabgleich.
00:02:59: also wie kann man jedem seine Win-Situation schaffen?
00:03:03: Das ist ein gutes Buch und gute Denke!
00:03:07: Letzte Frage zum Einstieg Welcher Satz begleitet dich durchs Leben?
00:03:14: Glücklich sein ist eine Entscheidung
00:03:17: Glücklichsein ist eine Entscheidung.
00:03:19: Glücklich sein is ne Entscheidung, bist du glücklich?
00:03:22: Ja!
00:03:23: Warum?
00:03:24: Weil ich es entschieden hab.
00:03:26: Weil ich ein tolles Leben habe.
00:03:30: Tolle Familie und tolle Freunde.
00:03:34: Einen tollen Job.
00:03:39: Glück ist ja immer so ne Definitionssache.
00:03:41: Man könnte ja philosophieren jetzt was das eigentlich
00:03:44: ist.
00:03:44: Torschaus!
00:03:46: Wann hast Du Dich zum ersten Mal mit dem Thema Glück auseinandergesetzt?
00:03:50: Du bist dreiunddreißig... Jahre jung.
00:03:54: Und Glück war für dich zum ersten Mal bewusst, ein Thema wann ungefähr?
00:04:01: Also den Satz trage ich so zwei drei Jahre mit mir rum.
00:04:08: tatsächlich kein konkreter Auslöser.
00:04:12: irgendwie habe ich gemerkt dass mir das hilft in Situationen wo ich vielleicht gerade irgendwie down bin irgendwas ist blöd gelaufen wo ich denke eigentlich so schlimm ist es gar nicht und mich Dein Ende im Moment entscheide, ich kann ja einfach glücklich sein.
00:04:32: Was hält mich davon ab?
00:04:35: In der Regel niemand.
00:04:37: Genau.
00:04:41: Felix du bist mit der Dreiunddreißig schon Geschäftsführer in zwei Unternehmen und hast deinen Heimat nie verlassen nämlich Sankt Ingbert dort auch beide Unternehmen gegründet.
00:04:58: sag uns doch mal ganz kurz bitte Was machen die beiden Unternehmen?
00:05:03: Mit HIOX Server unterstützen wir Hilfsorganisationen, und zwar konkret Ortsvereine hauptsächlich zum Beispiel vom Roten Kreuz, vom ASB von den Johannitern oder Maltesern.
00:05:18: Die Sanitätsdienste planen und dafür ehrenamtliche Helfer akquirieren müssen ansprechen müssen meistens ein Team dass sich dann um diese Sanitätsdienste kümmert und die müssen sich irgendwie koordinieren.
00:05:33: Und dafür betreiben wir eine Plattform, wo denen die Kommunikationsarbeit letztendlich abgenommen wird.
00:05:40: So das klar ist wann findet welcher Sanitätersdienst statt?
00:05:43: Wer geht dorthin?
00:05:45: Wer hat welche Qualifikationen?
00:05:47: Und auch die kommunikation letztendlichen mit dem Veranstalter.
00:05:51: was sind sanitäts dienste?
00:05:53: damit ja uns einig sind worüber wir reden
00:05:56: auf jeder größeren veranstaltung Wenn ihr zum Beispiel ein Stadtfest, das Navisa Viertelfest vorstellt, könnt immer irgendwelche Notfälle passieren und dafür gibt es dann Sanitäter von den Maltesern vom Roten Kreuz.
00:06:14: Inzwischen auch manche private Anbieter die diese Abdeckung durchführen, die einfach vor Ort sind so dass einem schneller geholfen werden kann wenn sich einer stolper hat oder irgendwie schneidet dass der direkt Vor-Authilfe kriegen kann und nicht immer auf den Rettungsdienst gewartet werden muss.
00:06:34: Und viele Sachen können dann auch vor Ort schon direkt gelöst werden, dem kann geholfen werden.
00:06:39: Wenn es irgendwie schlimmer ist, dann wissen die vor Ort Bescheid und können dann entsprechend den Regelrettungsdienste dazu ziehen.
00:06:48: Die Plattform heißt wie das Unternehmen?
00:06:51: Hi-Orc Server, also Hi-Hilfsorg Organisation.
00:06:57: Hilfsorganisation Server.
00:06:59: Warum Server?
00:07:01: Klingt für mich so technisch und IT-mäßig.
00:07:05: Da kommt ursprünglich her, das war damals recht pragmatig.
00:07:11: Das war ein Websystem, das schon in den Jahr oder Jahr zwei oder drei entwickelt wurde.
00:07:20: Mein Bruder war damals selbst dafür zuständig dass die Kollegen aus dem Verein entsprechend sich entscheiden, wer zu welchem Sanitätsdienst geht.
00:07:30: Da musste immer den Leuten hinterher telefonieren und hat sich da gedacht das muss doch irgendwie einfacher gehen ohne dass so viel Zeit von ihm selbst dabei draufgeht.
00:07:39: Und da hatte er ja damals eine kleine Webseite entwickelt die Veranstaltungen eingestellt und irgendwann hat es einen Namen gebraucht und dann wurde es zu Hieroks.
00:07:49: aber gibt noch ne kleine Geschichte dazu.
00:07:53: Ganz ursprünglich hieß es DHK-Server, das ist heute unser größter Konkurrent.
00:07:58: Das DHK hat ein eigenes System schon vor einigen Jahren entwickelt.
00:08:02: ich muss sagen es wird tatsächlich auch immer besser.
00:08:05: und dann ist irgendwann also in den ersten Jahren noch DHK Server hieß ein kleiner Brief reingeflattert mit einer entsprechenden Mahnung einer Gebühr dazu und dann musste von DHK server abgerückt werden.
00:08:21: So sind wir dann am Schluss bei Herox Server gelandet.
00:08:25: Okay, verstehe.
00:08:27: Das heißt mit dem Roten Kreuz habt ihr wenig am Hut?
00:08:31: Wir sind neutral auch wenn wir persönlich privat auch im Rotenkreuz tätig sind.
00:08:39: Letztendlich unterstützen wir aber alle und es ist die Farbe der Jacke egal.
00:08:44: Die Farbe dieser Jacke ist egal Aber aufm Dach ist ein Blaulicht.
00:08:48: Bei den Hilfsorganisationen ist das nun mal so.
00:08:52: Du hast deinen Bruder gerade erwähnt, welche Rolle hat er in diesem Unternehmen?
00:08:58: Er ist Gründer-Gesellschafter immer noch mit an Bord.
00:09:02: Er unterstützt mich dabei auch bei technischen Sachen im Hintergrund immer wieder aktiv aber dosiert in der Kapazität und der Zeit wie er das machen möchte.
00:09:18: Das heißt dass es nicht sein Hauptjob.
00:09:20: Nein, tatsächlich nicht.
00:09:21: Er hat sich damals für das Medizinstudium entschieden und ist als Chirok heute noch tätig.
00:09:28: Okay... Ein Chirock der sich nebenher ein Unternehmen hält UND einen Bruder den Laden schmeißt!
00:09:34: So sieht es aus genauer.
00:09:36: Wie gut verstehen sich die beiden Brüder?
00:09:39: Tatsächlich sehr gut.
00:09:41: Ja legt vielleicht auch am Abstand den wir haben.
00:09:44: Christoph ist vierzehn Jahre älter als ich.
00:09:51: Ich sehe mehr als Vorbild, als typischer Bruder.
00:10:00: Spannend?
00:10:02: Gibt es denn dann zu Hause an Weihnachten noch ein anderes Thema zwischen euch beiden?
00:10:09: oder ist das immer Heroxerver?
00:10:12: Es gibt durchaus auch andere Themen.
00:10:16: Wir sind ja auch im Immobilienbereich zusammen unterwegs Gehen gerne in die Baker Street, auch mal gern ein Class Gin.
00:10:27: Also gibt es auch andere Themen.
00:10:31: Es gibt ja schlimmerer Themen als Gin.
00:10:33: Definitiv!
00:10:36: Wenn wir über Chiock sprechen bevor wir zu den anderen Unternehmen kommen... Was muss man über ChIOCK wissen?
00:10:45: Die Sitz ist in St Ingbert.
00:10:48: Ihr operiert regional, national.
00:10:52: Wie stelle ich mir das vor?
00:10:54: Habt ihr zwei Mitarbeiter, zwanzig, zweihundert?
00:10:56: Wie hat sich das so entwickelt?
00:10:58: Erzähl doch ein wenig mehr zu dem Unternehmen!
00:11:02: Wir sind deutschlandweit tätig im Prinzip im deutschsprachigen Raum.
00:11:07: wir haben den einen oder anderen Kunden in der Schweiz oder in Österreich.
00:11:12: Ich erinnere mich auch an einen Kunden in Belgien die es tatsächlich trotz Deutschsprachigemsystemen geschafft haben damit zu arbeiten.
00:11:21: Wir sind ein Team von neun Leuten inzwischen und angefangen hat das ja wie schon gesagt durch meinen Bruder.
00:11:31: Ich war damals noch an der Schulzeit, habe hin- und wieder mein Projekt dafür gemacht weil ich mich schon früh für die Webentwicklung interessiert hab und ins Boot gekommen.
00:11:54: Ich glaube für meinen Bruder war das damals ein Wendepunkt, wo er sich aktiv gegen das Unternehmen Vollzeit entschieden hat und dafür entschieden in der Medizin Fuß zu fassen Genau!
00:12:07: Und so sind wir dann mit der Zeit gewachsen auch in etwas andere Bereiche gegangen.
00:12:14: neben dem Sanitätsdienst gibt es die breiten Ausbildung heißt bei den Hilfsorganisationen also Stichwort erste Hilfekurse ist dort viel unterwegs.
00:12:29: Um Hilfsorganisationen einen Angebot zu machen, muss man ja wissen wie Hilfs-Organisationen ticken?
00:12:38: Woher wusstet ihr das?
00:12:43: Ausprobieren eigene Erfahrungen.
00:12:46: auch da gibt es eine ganz spannende Geschichte dazu.
00:12:50: ich wiederhol mich jetzt mein Bruder hatte es zum eigentlich erst Eigenbedarf für sich selbst entwickelt.
00:12:57: Die Nachbarvereine fanden es, glaube ich damals ganz interessant.
00:13:01: Er hat sich dann entschieden das mandantenfähig zu machen und hat dann damals gab's so ein Ring-Netzwerk.
00:13:08: die ersten hatten schon Webseiten so zwei tausendzwei circa Und hatten dann den Nachbar vereinen auf der Webseite verlinkt und da hat er sich durchgeklickt und hundert E-Mail Adressen gesammelt und die alle angeschrieben und kurz System vorgestellt und das Angeboten für ein paar Euro im Monat.
00:13:32: Und die Resonanz, ja da hat sich keiner gemeldet drauf.
00:13:38: Dann hat er gedacht okay, versuch was wert!
00:13:40: Hat das Ganze dann weil es eben so weit war kostenfrei zur Verfügung gestellt?
00:13:45: Und dann so ungefähr ein Jahr später hatte er plötzlich... ich kann die Zeit nicht mehr genau war sicherlich zweistellig, dreißigvierzig Vereine die das System genutzt haben und er hat gedacht Moment ich bin hier derjenige der jeden Monat für die Servergebühren bezahlt.
00:14:05: Und die anderen benutzen es einfach und hat dann die Hauptfunktion nämlich dass die Helfer sich auf einen Sanitätsdienst melden können.
00:14:15: Die hatte dann einfach hinter eine Bezahlschranke gestellt und so ist das Ganze dann angelaufen.
00:14:24: Nachvollziehbar, man muss ja auch von irgendetwas leben.
00:14:30: Wenn man über Hilfsorganisationen spricht sind die doch in der Regel top organisiert weil wenn es zum Einsatz geht muss doch alles zusammenpassen.
00:14:42: ist das in der Organisation dahinter
00:14:46: nicht so.
00:14:48: Wenn's um den Einsatz geht sind wir wirklich gut dass wird immer geübt.
00:14:55: drum herum sind oft die Punkte, die dann irgendwo liegen bleiben.
00:15:00: Die dann letztendlich auf Lasten der Ehrenamtlern getragen werden, die sich dann zusätzlich zu der Zeit, die sie für die Übungen sich nehmen, auch noch Zeit investieren.
00:15:13: in der Organisation drumherum mit der Nachbereitung zu gucken weiß jeder Bescheid wo er sein soll.
00:15:20: nochmal vorher mit den Leuten telefonieren doch nochmal wenn jemand ausfällt, rund telefonieren nachfragen wer hat doch noch Zeit?
00:15:31: das sind die Punkte die dann letztendlich links liegen bleiben weil wir dafür brennt der typische Ehrenamtler nicht.
00:15:39: Der hat sein Herz woanders und da sind die punkte wo wir dann helfen können so dass der Bereich wo diese Leute ihren das Herz tickt sich dort einfach austoben und das machen können.
00:15:59: Das heißt wer ist auf dieser Plattform zu finden?
00:16:02: Sprich, wer ist der Kunde?
00:16:05: Der Kunde sind Bereitschaften, Ortsvereine teilweise auch Regionalverbände, Kreisverbände von den typischen Hilfsorganisationen.
00:16:20: Das ist das eine Unternehmen.
00:16:22: es gibt aber noch ein zweites.
00:16:26: Das hat auch mit Blaulicht zu tun.
00:16:29: Tatsächlich auch, geht in eine ähnliche Richtung... Die Klamathrom herum ist.
00:16:36: wir bauen Software für Menschen die Leben retten.
00:16:41: In dem zweiten Bereich fokussieren wir uns auf Ausbildungen und zwar mit dem Fokus auf erste Hilfe-Ausbildung um dort einfach auch den Papierkram loszuwerden.
00:17:00: ist dieses Modell gedacht.
00:17:04: Für Ausbildungsstellen
00:17:07: zum Beispiel, wie ist das?
00:17:08: Eine erste Hilfeschule?
00:17:11: auch ein DRK-Kreisverband bildet aus gibt auch Akademien.
00:17:24: Teilweise sind das kleinere Unternehmen selbstständige Personen die oft aus dem Rettungsdienst oder auch aus Hilfsorganisationen herauskommen und das Thema Leben retten leeren.
00:17:44: Und dafür sorgen, dass Laien wissen was im Notfall zu tun ist.
00:17:51: Den Namen hast du uns noch nicht verraten?
00:17:53: Wo kann man denn das finden, was du gerade angesprochen hast?
00:17:57: Das ist Ziggy Online.
00:18:00: Wir haben dort den Fokus auf digitale Signaturen für diesen Bereich Dass die Zertifikate am Schluss auch digital Bei den Teilnehmern ankommen, das ist oft einfach Papierkram der bei den Ausbildungsstellen landet und die Zeit raubt.
00:18:19: Also Hiorg, konnte ich mir ja erschließen mit Hilfsorganisation dank deinem Hinweis vor wenigen Tagen.
00:18:26: Aber wie kommt man auf SIGI?
00:18:28: Was steckt denn SIG I mit Blaulicht drin oder Hilfs-Organisation?
00:18:31: das
00:18:32: tatsächlich gar nicht so direkt.
00:18:34: wir wollten uns von den Hilfs Organisationen einen Ticken distanzieren weil der Markt sich da ein bisschen gedreht hat.
00:18:42: dass sind auch sehr viele private Ausbildungsstellen unterwegs, die auch einen super guten Job machen.
00:18:49: Und ja wir haben in unserem Grunderteam länger überlegt in Richtung Namen und sind am Schluss bei CG Online hängen geblieben.
00:18:57: Wir wollten auf jeden Fall eine Name von einem Mensch, Siggy, irgendwo mit drin haben.
00:19:03: zur Assoziation als der Kollege im Büro, der alles wegarbeitet ist es schon im CG drin und dann wurde letztendlich CG Online draus.
00:19:15: Was ist die Verbindung zwischen den beiden Unternehmen?
00:19:18: oder gibt es keine?
00:19:19: Also klar, Blaulicht-Hilfsorganisationen.
00:19:23: Aber was noch?
00:19:24: Die Verbindung ist letztendlich dass wir bereits bei HiocServer mit Hiocserver Kurse ein Modul haben das bei der Kurs Verwaltung unterstützt und das wollen wir mit CG Online auf neue Füße stellen in neuer Anstrich, sondern eine komplette neue Basis bilden und sind da jetzt unterwegs zunächst mit dem Bereich der digitalen Teilnahmezertifikate.
00:19:59: Aber letztendlich ziehen wir das komplette Segment dort rein.
00:20:05: Wofür
00:20:06: bringst du in deinem Alltag mehr Zeit auf?
00:20:09: Hiorg oder Sigi online?
00:20:13: Das ist tatsächlich inzwischen ziemlich fifty-fifty mehr in Richtung CG Online.
00:20:21: Da sind wir jetzt wirklich am Hochfahren
00:20:25: und die Mitarbeiter aus dem einen Unternehmen haben mit dem anderen auch zu tun oder gibt es da eine strikte Trennung?
00:20:33: Letztendlich ist das Team, was dahinter steht, das gleiche Team.
00:20:39: Wir vergeben Aufträge an Hiox Server wenn wir für die Entwicklung von CG Online Kapazität brauchen.
00:20:50: Wo kommt dieser Fable her?
00:20:52: für Hilfsorganisationen?
00:20:55: Es gibt auch jede Menge andere Verbände und Vereine, die man digital unterstützen könnte.
00:21:01: Warum ausgerechnet
00:21:03: Hilfs-Organisationen?".
00:21:05: Ich bin selbst in einer Hilfsorientation unterwegs und damals nach dem Abi habe ich einen FSJ im Rettungsdienst gemacht hängen geblieben, obwohl ich mich dann nicht für die Medizin sondern für die Informatik entschieden habe.
00:21:30: Dein Bruder hat Medizinstudiert und du?
00:21:33: Informatikum genau!
00:21:36: In Saarland?
00:21:38: Korrekt an der HTW
00:21:41: Und mit welchem Schwerpunkt?
00:21:43: in der Informatikk?
00:21:44: Softwareentwicklung, Webentwicklungen.
00:21:47: Das heißt, du bist in den beiden Unternehmen dann der informatiker IT-ler
00:21:56: Auch inzwischen gar nicht mehr so stark, wir haben sehr viele gute IT-Ler im Unternehmen.
00:22:02: Ich mache inzwischen mehr Geschäftsentwicklung und Produktentwicklungen wobei ich die IT auch nie ganz sein lassen kann.
00:22:12: Inwiefern hat euch die Kombination aus Medizin und Informatik geholfen?
00:22:20: Der eine Bruder so oder der andere Bruder So und dann gemeinsam zusammen in Hiorg?
00:22:27: Tatsächlich hat Christoph zwei nie Informatik studiert, aber sich sehr viel selbst beigebracht.
00:22:35: Ist dort auch supertief unterwegs.
00:22:37: Dadurch dass er noch einen anderen Alltag hat sind das einfach noch andere Perspektiven die da auch mit reinkommen.
00:22:47: Andere Perspektive ist ein gutes Stichwort.
00:22:52: Wofür hast du dich denn als Kind begeistert?
00:22:55: Wolltest du damals schon Arzt werden oder Pfarrster.
00:22:59: Oder vielleicht dann doch Informatiker?
00:23:02: Ich habe tatsächlich während der Schulzeit schon mich früh für die Informatik interessiert.
00:23:10: Websites gebaut, mir das teilweise auch ja vor dem Studium selbst angeeignet.
00:23:16: Das heißt im Studium wollte ich es eigentlich nur vertiefen professionalisieren.
00:23:21: Das Wissen was ich da schon hatte
00:23:24: und wann hast du gemerkt Verantwortung übernehmen, das liegt mir.
00:23:31: Ich gehe mit meinem Bruder jetzt in die vollen Oder für meinen Bruder in die volle und übernehme ja in relativ jungen Jahren als CEO dann gleich die Geschäfte.
00:23:42: Das ist ja nicht unbedingt üblich.
00:23:45: also gab es einen Punkt in der in der Karriere Da du sagst da habe ich gemerkt ich will Verantwortung tragen
00:23:56: Ja tatsächlich, ich hatte das Ganze so nicht geplant.
00:24:02: Ich habe dann Informatik studiert mit dem Plan in irgendwo einer großen Firma Karriere zu machen irgendwie SAP im Kopf gehabt und mein Bachelor in Saarbrücken an der HTW gemacht und auch die Bachelor Thesis.
00:24:21: da bin ich nach Erlangen gegangen ein ganz cooles Unternehmen und dort auch ein echt cooles Projekt gemacht, anschließend für den Master eine Werkstudententätigkeit hier nochmal in Saarbrücken angefangen.
00:24:34: Und trotzdem immer wieder... ...in dem Unternehmen von meinem Bruder das ein oder andere Projekt gemacht.
00:24:42: Immer wenn ich irgendeinen Technologie-Thema hatte was mich interessiert hat habe ich dort was gesucht wie ich das irgendwie anwenden kann sinnvoll anwänden kann und hatte damals dann eine neue App für unsere Kunden angefangen zu entwickeln.
00:25:01: und hab aber gemerkt irgendwie, dass mit dem Nebenjob, dem Studium so wirklich viel Zeit kann ich da nicht rein investieren.
00:25:10: Und ein Studienkollege und guter Freund von mir, Marc hat zu dem Zeitpunkt noch einen Projekt für seine Bachelorthesis gesucht und dann kam irgendwie das Eine zum Anderen.
00:25:21: Ich habe hier gerade eine neue App angefangen zu entwickeln, da kann man sicherlich gut ein Thesis-Thema drum herum stricken.
00:25:31: Wäre das nicht was für dich?
00:25:33: Und da hat er sich tatsächlich dazu entschieden und ich weiß noch dass ich immer auf dem Weg im Zug sitzen zu meinem Werkstudentenjob nach Saarbrücken mit Marc telefoniert hab den Plan die Roadmap besprochen.
00:25:48: Marc hat entwickelt.
00:25:49: auf dem Rückweg haben wir nochmal telefoniert Und das hat für mich irgendwie klar gemacht, hey, das macht so viel Spaß mit jemandem zusammen an einer Idee wo man wirklich dahinter steht zu arbeiten.
00:26:03: und dann hatten wir noch einen dritten mit ins Boot geholt.
00:26:07: Das war der Sog, der mich zurück in das Unternehmen geholt hat, wo ich dann vom Randplatz wirklich reingezogen wurde.
00:26:23: vor der Entscheidung stand okay, was mache ich jetzt?
00:26:26: Und da habe ich dann – ich weiß noch das war um Weihnachten rum – öfter mit meinem Bruder zusammengesessen und hab dann gesagt ok.
00:26:35: Ich steig da mittein will aber mehr Verantwortung dort
00:26:40: übernehmen.".
00:26:41: Du hast deinen Bruder jetzt schon mehr als zweimal erwähnt.
00:26:46: deshalb stellt sich mir die Frage Welche Menschen es in deinem Leben gibt, die dich besonders geprägt
00:26:56: haben?
00:26:58: Den einen hast du schon genannt.
00:27:01: Das kann ich nicht leugnen...
00:27:03: Das war schwer jetzt daraus zu finden!
00:27:08: Mit meiner Frau bin ich tatsächlich auch schon sehr lange zusammen.
00:27:12: Das können wir uns da nicht gegenseitig geprägten haben.
00:27:17: Es sind inzwischen siebzehn Jahre.
00:27:19: Ich hoffe, ich sage jetzt nichts Faltes.
00:27:22: Wir können ja immer noch schneiden.
00:27:24: Sehr gut!
00:27:26: Dann ist Marc definitiv eine Person mit der ich sehr viel zusammen gemacht, zusammen durchlaufen habe.
00:27:36: Ein guter Kumpel, mit dem ich studiert hab, der jetzt was ganz anderes macht auch im IT-Bereich aber den ich auch immer wieder zurückkomme und wir uns da gegenseitig unterstützen.
00:27:49: das sind so die... Die Hauptschlüsselfiguren.
00:27:54: Was wissen denn die meisten Menschen über dich nicht?
00:27:59: Gibt einen Punkt, der mich geprägt hat tatsächlich damals im Rettungsdienst wo ich gerade frisch das FSJ angefangen habe.
00:28:13: Ich war noch Praktikant und zu dem Zeitpunkt so eine gewisse Unsicherheit gehabt.
00:28:23: Wie alt warst du da?
00:28:28: Ich habe quasi gerade aus der behüteten Schulzeit raus, irgendwie wahrscheinlich die zweite Woche im Praktikum zwölf Stunden schichten was ganz anderes.
00:28:42: Wir haben ein ganz anderes Umfeld.
00:28:46: Die Leute sind Auf der einen Seite klar, kollegial.
00:28:49: Aber es ist schon eher ein rupiges Umfeld im Rettungsdienst und ich war wirklich unsicher.
00:28:58: Ich habe gezweifelt ziehe ich das ja wirklich durch?
00:29:01: mache ich das?
00:29:04: Und dann hatten wir eine Fahrt.
00:29:10: Wir waren gerade auf dem Rückweg zur Wache.
00:29:14: Es war kurz vor Feierabend quasi auf der Zielgeraden.
00:29:19: Ich habe als Praktikant im RTW hinten gesessen, die zwei Kollegen vorne.
00:29:23: RTW Rettungstransportwagen?
00:29:26: Korrekt
00:29:26: genau und dann hat der Kollege nochmal voll durchgezogen, hat die Wache rechts liegen lassen.
00:29:35: und gut eigentlich nichts unübliches.
00:29:37: auch kurz vor Feierabend kommt hin und wieder mal ein Folgeeinsatz rein.
00:29:41: aber trotzdem hab ich in dem Moment irgendwie Obwohl ich hinten gesessen habe, eine gewisse Anspannung gespürt.
00:29:48: Die die Anfahrt hat sich super lang angefühlt.
00:29:53: Wahrscheinlich waren es nur wahrscheinlich keine zehn Minuten und dann sind wir dort angekommen.
00:29:59: Ich hab die üblichen Griffe Sauerstoffgerät EKG schon von der Wand abgemacht.
00:30:07: Der Kollege macht die Tür auf guckt mich an und sagt Wir nehmen alles mit auch den Kinderkoffer.
00:30:14: in dem Moment ging eigentlich alles super schnell.
00:30:19: Und wie ich mich versehen habe, war für die Betreuung von einer jungen Mutter wahrscheinlich keine zwanzig und ihre Eltern zuständig während die Kollegen zusammen mit dem Notarzt eben RTW drin einen vier Monate alten Säuglingen reanimiert haben.
00:30:40: das war schon ein einschneidendes prägendes Erlebnis.
00:30:49: Und die Mama war nicht mit dem RTV?
00:30:52: Nee, das wäre nicht möglich gewesen.
00:30:55: Also den Moment mussten sie Profis arbeiten.
00:30:59: Wir haben das Kind direkt in den RTV reingeholt und abgeschottet.
00:31:03: Ich bin auch explizit nicht mit rein.
00:31:08: Da habe ich mich nicht sicher gefühlt dafür und hab dann gedacht was kann ich an der Stelle wie kann ich da am besten beitragen zumindest mal zu versuchen, die Angehörigen irgendwie zu beruhigen und zu betreuen.
00:31:27: Das was da soweit möglich war.
00:31:30: Dass er stelle ich mir ändert hat schwierig vor weil... Was sagt man denn dann?
00:31:35: Also wie kann man denn beruhigend und kann man überhaupt beruhigt werden?
00:31:42: Da sein ist wichtig.
00:31:46: auf das was man sagt kommt es am Schluss gar nicht wirklich an.
00:31:52: Sondern Hauptsache ist es jemand Neutrales.
00:31:55: Vertraut ist da.
00:31:57: Vertraute relativ, also vertraut im Sinne von.
00:32:01: es ist eine Hilfsorganisation und die wissen was sie tun?
00:32:06: Vielleicht auch ja das hilft sicherlich.
00:32:13: Wie wie ist es ausgegangen?
00:32:16: Leider nicht gut dass danach ich glaube es hat gut zwei drei Stunden gedauert kam dann noch ein Seelsorger für die Familie.
00:32:26: wir sind zurückgefahren hatten danach noch ein Gespräch mit dem Pfarrer einfach eine Möglichkeit, das Ganze nochmal nachzubesprechen.
00:32:38: Und für mich war es noch, dass ich danach klar mit Vertrauenspersonen im eigenen Umfeld mit meinen Eltern und meinem Bruder darüber gesprochen habe.
00:32:53: Irgendwie war danach der Punkt okay... Ich hab jetzt das Erlebt, was soll Schlimmes noch Schlimmeres passieren?
00:33:04: Und dann war eigentlich die Entscheidung für mich getroffen.
00:33:06: Ich zieh das Jahr durch.
00:33:10: In welchen Situationen ist es, was du dort erlebt hast für dich immer mal wieder ein Thema?
00:33:20: Tatsächlich habe ich erst vor ein paar Wochen nochmal aktiv darüber nachgedacht wie ich auf einem Event von dem Verband der privaten Ersthilfschulen unterwegs war und dort viele auch persönliche Geschichten geteilt haben, da ist mir das noch mal stark in Erinnerung gekommen.
00:33:43: Und ich glaube dass sich dort so ein Muster für mich entwickelt habe.
00:33:51: einfach diese Frage was ist das Schlimmste?
00:33:55: Was passieren kann?
00:33:56: Das ist schon eine Methode auf die ich immer wieder zurückgreife Und wo mir meine Frau auch kürzlich gesagt hat, dass das was ist, wo ich auch anderen oder auch ihr in manchen Situationen helfe.
00:34:09: Wo ich einfach genau diese Frage stelle.
00:34:11: und ich glaube sie kommt irgendwie für mich aus diesem Erlebnis.
00:34:20: Wir reden über die Nahaufnahme und wo Verantwortung persönlich wird.
00:34:28: viel persönlicher kann es nicht werden Und viel mehr Verantwortung kann ich mir auch gerade nicht vorstellen, jemals zu übernehmen als eine Mama zu begleiten.
00:34:41: Die weiß dass es um ihren Säugling geht.
00:34:48: Hat das du dich in dem Moment verantwortlich gefühlt?
00:34:55: Eigentlich nicht!
00:34:55: Ich habe in dem moment einfach nur gedacht was kann ich jetzt tun?
00:35:00: wie kann ich beitragen?
00:35:02: Das war nicht unbedingt ne Verantwortung die ich da aktiv gesehen hätte War eher so ein instinktives Handeln in dem Moment.
00:35:14: Wird man eigentlich auf so eine Situation vorbereitet, wenn man einen FSJ geht?
00:35:19: Nee überhaupt nicht!
00:35:26: Und danach begleitet war das das eine Gespräch?
00:35:29: oder bist du selbst dann in professionelle Hände um über das zu reden was passiert ist?
00:35:37: Reden hilft ja bekanntlich.
00:35:40: Es war tatsächlich das eine Gespräch mit dem Pfarrer, was uns da angeboten wurde.
00:35:45: Was oft nicht ausreicht?
00:35:47: Einmal...
00:35:51: Ich erinnere mich an ein kurzes Gespräch ...mit dem Lehrrettungsassistent der das Thema nochmal aufgegriffen hatte aber viel mehr war damals nicht.
00:36:05: Was bedeutet denn Verantwortung für dich?
00:36:11: Verantwortung bedeutet für mich Dinge anparken durchziehen das ganze zu einem Ergebnis bringen.
00:36:24: So eine Situation kann ich mir vorstellen, raubt mal ganz schnell den den schlaf wenn wir mal einen Schritt weiter gehen.
00:36:32: du hast ja gesagt was soll noch viel schlimmeres danach kommen?
00:36:37: ist es etwas was dann härtet auch
00:36:40: für
00:36:41: den weiteren berufsweg?
00:36:44: und wenn's dann um Verantwortung geht?
00:36:48: tatsächlich habe ich da nie so die verbindung dazu selbst gezogen, aber durchaus eine prägende Situation und ich glaube oft sind die Sachen hinter dem eigenen Bewusstsein immer.
00:37:07: Also wir unterscheiden ja zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewusstsein also dass was sichtbar ist das was unsichtbar isst und unsichtbare sind ja alle Erfahrungen Erlebnisse die so im Bauch gespeichert werden, also wenn wir mal zwischen Kopf und Bauch Entscheidungen unterscheiden.
00:37:34: Ist das eine... Also wenn ich mich in die Lage versetze und denke mal so Richtung man muss ja als Geschäftsführer auch Entscheidungen treffen unter Unsicherheit?
00:37:46: In so einer Situation du hast dich ja klar fokussiert Und du hattest einen klaren Auftrag für dich selbst erarbeitet, nämlich wie kann ich der jungen Mama und den Eltern helfen?
00:38:01: Was kann ich ihnen Gutes tun?
00:38:04: Warst Du in dem Moment unsicher?
00:38:05: Weißt Du das noch?
00:38:08: oder warst Du so stark fokussiert?
00:38:09: Da
00:38:10: war ich sehr stark fokusiert.
00:38:12: Das war im Prinzip auch der Vorteil in so einer Notsituation dass man gar keine Zeit hat überhaupt über diese Unsicherheit nachzudenken.
00:38:20: wenn ich das jetzt mal In den Geschäftsalltag-Übertragen hat man dort ganz oft den Nachteil, dass man eben diesen Zeitdruck nicht so direkt hat.
00:38:30: Was dann dazu führt das man irgendwie die wichtigen Entscheidungen eher verschleppt und nicht rechtzeitig trifft.
00:38:38: Das ist zumindest mal ein Punkt, den ich bei mir immer wieder feststelle.
00:38:42: Dass es die Unsicherheit dann aufkommt wenn man zu viel inne hält.
00:38:46: Ja und Gefühle folgen Gedanken.
00:38:50: Also je mehr ich dann über etwas nachdenke, man sagt ja auch Tod denken.
00:38:55: Du hast aus.
00:38:58: Umso mehr steuere ich auch das Gefühl dazu.
00:39:05: Gibt es denn wenn du Entscheidungen treffen musst?
00:39:08: Momente in denen du dich einsam fühlst?
00:39:15: Tatsächlich gar nicht so oft!
00:39:17: Ich habe das Glück dass ich der Vertrauenspersonen um mich herum habe Durch meinen Bruder, durch Mark.
00:39:27: Inzwischen auch durch Ben, der mit bei CG Online dabei ist.
00:39:33: Insofern habe ich schon immer Ansprechpartner im Zweifel.
00:39:39: Spreche ich auch oft mit meiner Frau über Dinge wo ich unsicher bin und nicht weiterkomme.
00:39:44: Aber trotzdem gibt es auch Situationen wo ich das Gefühl hab alle Personen in einem direkten Umfeld stecken eigentlich zu tief drin.
00:39:53: Ich brauche mal einen Blickwinkel von außen.
00:39:56: Das sind die Momente, wo man sich bei einer Entscheidung auch einmal einsam fühlt.
00:40:04: Das ist ja eine Situation, die ganz viele auch im Impact-Leadersclub immer wieder erzählen.
00:40:13: Wenn die Liders zusammenkommen, hast du dort diejenigen mit denen du über Themen reden kannst, mit denen oder mit deiner Frau, oder mit deinem Bruder nicht reden kannst.
00:40:28: Durchaus also das ist mit der Grund warum ich mich dort für eine Mitgliedschaft entschieden habe einfach ja Menschen zu treffen die in einer ähnlichen Rolle unterwegs sind und wo man offen Punkte thematisieren kann ohne dass der andere direkt irgendwie davon betroffen ist aber trotzdem die Situation irgendwie nachvollziehen kann.
00:40:59: Das ist was, was ich da suche.
00:41:00: und ja...
00:41:03: Die berühmte Wellenlänge!
00:41:05: Genau.
00:41:06: Gibt es denn eine Entscheidung, die du heute definitiv würdest anders treffen?
00:41:13: Wenn du noch mal in diese Situation kämmst?
00:41:17: Es ist auch ein Punkt wo ich öfter darüber nachdenke.
00:41:20: tatsächlich würde dich vieles nochmal genau so machen bei manchen Entscheidungen Die hätte ich lieber früher getroffen.
00:41:29: So gerade der Punkt, dass wir sie online gegründet ausgegründete haben.
00:41:35: das Produkt was wir da gebaut haben oder noch am bauen sind die Idee dazu die haben wir schon sicherlich ein Jahr oder zwei mit uns herumgetragen.
00:41:47: Da hätte man Hätte ich viel früher damit loslegen müssen.
00:41:55: im nachhinein betrachtet
00:41:56: warum.
00:42:00: Der Markt war schon da.
00:42:02: Die Idee war schon dort, es hat letztendlich einfach nur die Umsetzung gefehlt und dann wären wir vor zwei Jahren schon dort wo wir jetzt sind oder vielleicht jetzt schon dort in zwei Jahren sind?
00:42:21: Worauf bist du denn besonders stolz?
00:42:25: Tatsächlich auch genau der Punkt dass ich den Mut gefasst habe Ja, die Leute zusammenzunehmen diesen Weg zu gehen.
00:42:36: Das macht Spaß!
00:42:38: Es ist noch ein Weg vor uns.
00:42:41: aber ja das ist definitiv das wo ich im Moment am meisten stolz drauf bin.
00:42:49: Du hast noch einen Weg vor dir nämlich welcher oder anders formuliert was willst du noch schaffen?
00:42:58: Mit den beiden Unternehmungen, vielleicht auch noch mit einer dritten Fragezeichen.
00:43:05: Aktuell haben wir ein klares definiertes Ziel in CG Online wollen wir die komplette Kursverwaltung abbilden.
00:43:14: das ist noch bisschen was zu tun.
00:43:18: Wir unterstützen da aktuell so um die hundert Ausbildungsstellen.
00:43:24: Da ist auch noch Luft nach oben und ich bin davon überzeugt dass wir eigentlich genau das abdecken.
00:43:31: Spätestens dann, wenn wir die komplette Kursverwaltung in einem Tool abbilden können was eine Ausbildungstelle in ihrem Alltag braucht um denen das Leben einfacher zu machen.
00:43:43: und dass ist genau das was wir jetzt umsetzen wollen wo wir uns jetzt darauf drauf fokussieren wollen
00:43:52: Wenn wir so ein bisschen aus dem Mikro-Kosmos raus und den Makrokosmos gehen.
00:43:59: Wir haben eine Welt, von der alle immer sagen die so schnell lebe ich wie noch nie.
00:44:06: Dann gibt es ja welche, die sagen Ja das stimmt.
00:44:09: gleichzeitig wissen wir sie wird nie wieder so langsam sein wie jetzt.
00:44:14: dann sehen wir reinen politisch betrachtet an den Rändern links mir rechts einen Erstarken was in der Mitte zur Erosion führen kann, wenn man so auf die Welt so drauf blicken wie sie nun mal gerade so ist.
00:44:34: Welche Entwicklung gibt es, die dich mit Sorge erfüllt?
00:44:42: Wenn ich doch nochmal genau in unserem Bereich unterwegs... Gerade wenn ich auf die Hilfsorganisationen schaue, ist das ehrenamtliche Engagement ein Punkt der immer weiter zurückgeht kriegt man von allen Vereinen irgendwo mit, die haben Schwierigkeiten neue Mitglieder zu gewinnen.
00:45:08: Die haben Schwichtigkeiten überhaupt die Sanitätsdienste zu besetzen.
00:45:13: Das ist ein Punkt wo einfach die Menschen sich mehr auf sich fokussiert haben.
00:45:21: vielleicht auch einen Punkt der durch die Situation mit Corona irgendwo kam dass man auf einmal noch mal mehr Zeit für in den eigenen vier Wänden verbringen musste und dann das Leben irgendwie umgestaltet hat, aber trotzdem hat das ehrenamtliche ja schon auch der Gesellschaft was getan und auch einem selbst etwas zurückgegeben.
00:45:48: Und das finde ich schon schade dass man da einen Rückgang spürt.
00:45:57: Ganz bewusst heißt das Ehrenamt auch bürgerschaftliches Engagement oder gesellschaftliches Engagement, also der Gesellschaft etwas zurückgeben.
00:46:09: Was glaubst du denn?
00:46:11: Könnte denn helfen dass der eine oder andere sagt okay ich engagiere mich ehrenamtlich Also ich will kein Geld um Zeit herzuschenken was müsste denn passieren dass es besser wird?
00:46:27: Also ich bin mir bewusst, dass hätte jemand diese Lösung schon parat ja damit wahrscheinlich viel Geld verdienen könnte.
00:46:38: Vielleicht die ein oder anderen Anreize für die Leute.
00:46:44: also was man ja schon irgendwo hat ist irgendwie eine Steuerersparnis.
00:46:50: das wissen wahrscheinlich auch die wenigsten.
00:46:55: vielleicht ist es auch an den Vereinen.
00:46:58: was die machen können ist kein Punkt, wo ich eine Antwort direkt aus dem Hut savorn kann.
00:47:12: Ich würde es mal anders formulieren wollen mit Blick auf die Generationen, die dann so heranwächst, die ja auch darüber entscheiden darf ob sie sich ehrenamtlich engagiert oder nicht.
00:47:25: was wünschst du dir von dieser Generation?
00:47:30: Dass ihr nochmal einen Blick für diese Punkte bekommt?
00:47:35: weil Warum ist es notwendig?
00:47:38: Er hält letztendlich auch irgendwo die Gesellschaft zusammen.
00:47:45: Die Leute ziehen sich immer mehr zurück und der Austausch mit anderen Menschen macht das Leben doch am Schluss erst lebenswert.
00:47:53: So wie im Impact Leaders Club.
00:47:56: dieser Werbeblock muss sein!
00:48:00: Felix, wenn wir zum Abschluss mal so ein bisschen zusammenfassen und Revue passieren... Bei der Nahaufnahme.
00:48:12: Und wir gucken uns deinen Karriereweg an, was waren die prägendsten Stationen für dich?
00:48:18: Für mich definitiv das Jahr im Rettungsdienst dann gar nicht mal so direkt das Studium sondern den Punkt wo Marc mich in dem Projekt unterstützt hat.
00:48:34: Das war also der erste Punkt wo ich ein Stück aus dem operativen raus und richtungsweisend unterwegs war und letztendlich auch Verantwortung übernommen habe noch bevor ich irgendeine Rolle dafür hatte.
00:48:50: Die Gründung von CG Online, das sind so die prägensten Momente.
00:48:57: Die gründungen von CG online weil dann erstes eigenes richtig eigenes Ding?
00:49:01: Tatsächlich genau!
00:49:05: Die Nahaufnahme wo Verantwortung persönlich wird mit Lebenswegen von Menschen die etwas bewegen.
00:49:15: Felix bewegt etwas für die Gesellschaft und hilft Hilfsorganisationen dabei, dass sie Menschen helfen können.
00:49:24: Dass Sie ein einfacheres und anführungszeichenleichteres Leben außerhalb des Einsatzes haben.
00:49:32: Zum Abschluss würde ich gerne eine Frage noch loswerden, Felix.
00:49:38: wenn in sagen wir zehn Jahren jemand über Felix Blechschmidt spricht Was soll diese Person dann sagen?
00:49:49: Wow!
00:49:53: Gar keine so einfache Frage.
00:49:55: Das Coole ist, die Frage ist einfach gestellt aber die Antwort ist schwierig.
00:50:03: Was soll eine Person in zehn Jahren sagen über Felix Blechmitt?
00:50:08: Dass ich Dinge angepackt habe und vorangetrieben habe letztendlich zu was sinnvoll um beigetragen haben.
00:50:17: das ist ein Punkt der mir am Herzen liegt.
00:50:20: Ich bin überzeugt davon dass man aus seinem Karriereweg schon herauslesen kann.
00:50:25: Lieber Felix, vielen lieben Dank für spannende auch bewegende Einblicke in dein Leben!
00:50:34: Das war in der Tat eine Nahaufnahme.
00:50:38: über den Tod eines Säuglings spricht man nicht jeden Tag.
00:50:44: Deshalb weiß ich das umso mehr zu schätzen.
00:50:46: Vielen lieben dank für deine Offenheit und schön dass du Mitglied in dem Impact-Liedersklab bis und diesen Mehrwert.
00:50:56: Für dich erkannt hast, auch dafür vielen lieben Dank!
00:51:02: Ja viel lieben dank dass ich dabei sein durfte.
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